Angst- und Panikattacken

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Bei Frauen sind Angststörungen sogar die häufigste psychische Erkrankung, bei Männern die zweithäufigste. Begleiterkrankungen, (Komorbiditäten), sind häufig; dazu gehören etwa Medikamentenmissbrauch oder Depressionen. Das Krankheitsbild ist durch übermäßige Angstreaktion bei gleichzeitigem Fehlen akuter Gefahren und Bedrohungen gekennzeichnet. Je nach Art der vorherrschenden Angst werden verschiedene Formen der Angststörung unterschieden:

- Panikstörungen - generalisierte Angststörung - phobische Störungen.

Bei Menschen, die unter Panikattacken leiden, treten schwere Angstattacken plötzlich und unerwartet auf und zwar unabhängig von bestimmten Situationen. Der Betroffene leidet unter körperlichen Symptomen wie Beklemmungs- und Erstickungsgefühl, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Taubheit und Kribbelgefühl bis hin zur Furcht verrückt zu werden oder zu sterben. Die meisten Panikattacken dauern nicht länger als zehn Minuten. Die generalisierte Angststörung entwickelt sich meist langsam. Betroffene Menschen leiden unter wiederkehrenden wochen- oder monatelang andauernden allgemeinen Angstbeschwerden, Sorgen oder negativen Erwartungen. Die Betroffenen sind meist innerlich unruhig, angespannt und haben häufig Schlafstörungen. Phobien sind ausgeprägte Ängste, die durch bestimmte Situationen, Objekte oder Aktivitäten ausgelöst werden. Danach entwickelt sich eine zunehmende Vermeidung der auslösenden Situation. Dies kann zu einer ausgeprägten Beeinträchtigung des Alltagslebens führen.

Quelle: „www.psychiatrie-aktuell.de“

Druckbare Version